Immer häufiger hört man über Vlogger und diese Art der Influencer scheinen an Terrain zu gewinnen.

Dies ist prinzipiell kein Wunder, denn viele Menschen ziehen es vor, ein gutgemachtes Video zu einem bestimmten Thema anzusehen, statte einen langen, obschon guten Artikel zu lesen. Gerade jüngere Generationen scheinen auf Bildern und Videos wesentlich besser anzusprechen.

In den meisten Fällen lassen Vlogger ihre Fangemeinde schlicht und einfach an ihrem Leben teilnehmen, natürlich vor allem dann, wenn etwas Interessantes gemacht wird oder kommentiert werden kann.

Wenn Du also gerne Influencer werden möchtest und gerne mit visuellen Medien umgehst, kann eine Karriere als Vlogger das Richtige für Dich sein. In diesem Beitrag erfährst Du mehr zum Thema und bekommst vor allem wertvolle praktische Tipps.

Über andere Vlogger informieren

Es ist immer eine gute Idee, sich über andere Vlogger zu informieren und auf deren Kanälen reinzuschauen. Hierbei geht es selbstverständlich nicht um ein kopieren deren Stile, Themen und Videos, sondern darum, ein bisschen Inspiration und vor allem auch ein Gefühl für das Format des Vlogs zu bekommen. Neben den richtig berühmten großen Vloggern mit hunderttausenden oder gar, wie im Falle von Casey Neistat, Millionen Followers solltest Du Dir aber ruhig auch kleinere und unbekannte Vlogger ansehen. Denn die berühmten Vlogger haben natürlich ganz andere finanzielle Möglichkeiten und Mittel und Du kannst Dich auf keinen Fall damit vergleichen. Es gibt übrigens auch viele tolle Videos von Vloggern genau darüber, wie man nämlich ein Vlogger wird. Also ruhig mal reinschauen.

Eine Nische suchen

Wie bei allen anderen Themenbereichen auch, solltest Du Dir eine passende Nische suchen, die Dir erstens Spaß macht, über die Du zweitens sehr gut Bescheid weißt und irgendeinen Mehrwert anbieten kannst und die drittens möglichst wenig überlaufen sein sollte. Denn in einigen Gebieten ist die Konkurrenz sehr groß und es kann schwieriger sein, anfangs Fuß zu fassen.

Einige populäre und gut geeignete Themen sind beispielsweise:

  • Essen
    Essen kommt immer gut an, vor allem wenn ein persönliches Video, etwa im Stil “Was ich am Tag so esse” angeboten wird. Denn irgendwie macht es einfach Spaß, anderen Leuten beim Kochen zuzusehen. Gerade wenn dann alles pfiffig und spritzig kommentiert wird, sind die Zuschauer schnell begeistert. Was Nischen angeht, so kann man hier vielleicht eine spezielle Küche wählen, glutenfreie Ernährung behandeln, Rezepte zum Abnehmen zeigen, die trotzdem lecker sind, usw. Wichtig ist bei diesen Vloggs auch, dass am Ende ein wirklich liebevoll hergerichteter Teller mit den Speisen zu sehen ist – das regt an.
  • Aktivitäten
    Generell sollte man natürlich an tagen Filmen, an denen man was Interessantes vorhat. Vielleicht steht eine tolle Wanderung an? Drachensteigen mit dem selbstgebastelten Drachen, ein Tag bei einer Hilfsaktion, im Tierheim, etc.
  • Schönheit
    Sehr viele Vlogs drehen sich rund um das Thema Schönheit, genauer gesagt Make-Up, Kosmetik und Haare. Wer sich also gerne zurecht macht und auch mal wagemutig rumexperimentiert hat hier eine gute Nische zur Hand. Einfach die Kamera mitlaufen lassen, während Du Dich stylst, schminkst oder frisierst und das Ganze möglichst interessant und lebhaft kommentieren.

Das richtige Equipment anschaffen

Es liegt auf der Hand, dass Du natürlich auch einiges an Equipment benötigst, um loslegen zu können. Aber keine Angst – eine riesige Investition ist nicht nötig, vor allem nicht am Anfang. Folgende Dinge solltest Du allerdings unbedingt haben, bzw. anschaffen:

  • Videokamera
    Prinzipiell ist ein gutes Smartphone zwar akzeptabel, optimal ist das jedoch sicherlich nicht. Gute Geräte sind heute längst nicht mehr so teuer wie früher und als hoffnungsvoller Video Blogger sollte man sich die Anschaffung ernsthaft überlegen. Auf jeden Fall muss das Gerät HD-fähig (1080p) sein.
  • Stativ
    Ohne Stativ geht es natürlich absolut nicht, denn wer will sich schon ein verwackeltes Video ansehen, bei dem bei jeder Bewegung der Fokus leidet?
  • Lampen
    Obwohl es im Notfall auch mal ohne geht, ist es stehts besser, wenn man das Video gut ausleuchten kann, vor allem, wenn man in geschlossenen Räumen filmt. Denn die normale Zimmerbeleuchtung ist selten optimal und oft kommt es auch zu störenden Schlagschatten.
  • Mikrofon
    Wer nur mit dem Handy filmt, kann darauf eventuell verzichten, aber auch hier sind die Ergebnisse nicht optimal. Besser ist ein an der Kamera befestigtes Richtmikrofon. Diese nimmt den Ton aus der Richtung auf, aus der gefilmt wird.
    Die Tonaufnahme wird somit deutlicher und besser verständlich.

Welches ist Dein Ziel und die Intention?

Bevor DU ans Aufnehmen gehst, solltest Du Dir unbedingt Gedanken machen, was Du mit dem Video erreichen willst. Das hört sich sehr grundsätzlich und logisch an, aber viele Anfänger filmen irgendwie drauf los, ohne ein klares Ziel vor Augen zu haben, und das merken die Zuschauer. Wer natürlich wirklich schlicht und ergreifend den stink normalen Alltag filmt und kommentiert, muss sich hier keine oder nur wenige Gedanken machen.

Kreiere tollen Content

Mach den Content so interessant und abwechslungsreich wie möglich. Dazu gehört auch, dass Du des Öfteren selbst zu sehen bist. Denn schließlich folgen die Fans Deinem Vlog ja wegen Dir und Deiner Persönlichkeit.

Mit einer Frage anfangen

Ein guter Einstieg ist beispielsweise das Stellen einer Frage. Besonders interessant kann es sein, wenn Du beispielsweise Leute auf der Straße oder in Deiner Familie und Freundeskreis ansprichst und ihnen eine pfiffige Frage steht, die auch andere Menschen interessiert. Vergiss aber um Himmelswillen nicht, die Einwilligung der Betroffen zuvor einzuholen. Zudem solltest Du natürlich keine unangenehmen oder verfänglichen Fragen stellen. Schließlich willst Du ja niemanden gegen Dich aufbringen und Konflikte hervorrufen.

Aufregende und interessante Momente aufnehmen

Es liegt auf der Hand, dass man die Zuschauer am besten mit aufregenden, witzigen und interessanten Aktivitäten bei der Stange hält. Denn egal, wie clever und lustig Deine Kommentare auch sein mögen, sie sollten auch von hochwertigen, lustigen und außergewöhnlichen Aufnahmen begleitet sein.

Niedliche Tiere, lustige Verhaltensweisen von Mensch und Tier und ungewöhnliche Situationen sind immer Publikumsmagneten.

Übrigens findet man in Großstädten fast immer irgendwas Filmenswertes, wenn man nur lange genug rumläuft. Straßen Künstler sind beispielsweise oft froh, wenn Sie in einem Vlog auftauchen, denn das ist ja immer auch Werbung.

Sinnvoll editieren

Egal wie lustig die Szenen auch sein mögen und wie gut Du kommentiert hast, das Video benötigt dennoch geschicktes Editieren. Denn zum einen muss das Filmmaterial auf eine vernünftige Länge gestutzt werden. Ideal sind normalerweise 8 bis 15 Minuten.

“Jump Cuts“ sind praktisch ein Muss in modernen Vlogs. Hierbei werden zwei interessante fortlaufende Punkte im Video identifiziert und dann wird  zwischen diesen hin und her geschnitten.

Uninteressante Abschnitt können mit einem Zeitraffer verkürzt werden.

Und schließlich gehört heute eine Unterlegung mit passender Musik praktisch ebenfalls dazu.

Und dann hochladen!

Am Ende lädst Du dann das fertige Kunstwerk hoch. Die meistverwendete Plattform ist sicherlich YouTube. Aber auch Facebook, Vimeo und Instagram können verwendet werden.

Vorsicht, was die Länge angeht, sollte das Video länger als 10 Minuten sein, muss Du zuvor wahrscheinlich Deinen YouTube Konto verifizieren.

Feedback ernstnehmen und daraus lernen

Nachdem das Vlog publiziert ist, lassen wahrscheinlich Kommentare nicht auf sich warten. Dieses Feedback ist sehr wichtig, um zu sehen, ob Du auf dem richtigen Weg bist, nimm es also ernst. Die Kommentare sind bestimmt nicht immer nur positiv, was Du auf keinen Fall persönlich nehmen solltest, sondern vielmehr als Chance zum Lernen nutzen solltest.

Oft geht es übrigens gar nicht unbedingt um Inhalte, sondern auch um technische Aspekte, wie beispielsweise ein schlechter Ton, zu laute Musik oder ungünstige Beleuchtung.

Jedes Video sollte einzigartig sein – Wiederholungen vermeiden

Selbstverständlich solltest Du niemals andere Vlogger kopieren, sie aber auch vorsichtig, dass Du Dich nicht selbst kopierst. Wenn Du beispielsweise ein tolles Vlog gemacht hast auf einem Street Food Festival, sollte sich das nächste nicht um dieselbe Aktivität drehen.

Einem Thema treu bleiben

 

Dies soll allerdings nicht heißen, dass Du nicht auf den roten Faden achten solltest, und die auf einen Themenbereich konzentrieren kannst. Ist Dein Thema Essen, das kann danach dem Street Food Festival vielleicht ein Straßenfest in der Nachbarschaft, kulinarische Genüsse auf dem Faschingsfest, ein indisches Bollywood Happening oder sonst was sein.

Auf diese Weise findet man nicht nur Zuschauer, die sich für dieses spezielle Thema interessieren, sondern auch Werbetreibende, die Interesse an einer Zusammenarbeit haben können.

Werbung für Dein Vlog bei anderen Social Media Kanälen machen

Sobald DU Dein liebevoll gedrehtes und editiertes Video hochgeladen hast, solltest Du übrigens auch auf anderen Social Media Plattformen Werbung dafür machen. Wenn DU gleichzeitig auf mehreren Kanälen tätig bist, also beispielsweise neben YouTube auch bei Facebook, Instagram, Twitter, etc. vergrößert sich Dein Publikum ganz automatisch. Die auf den anderen Kanälen gepostet links werden einfach, schnell und häufig geteilt. Zudem kannst Du natürlich auch links an Freunde individuell verschicken und um eifriges Teilen bitten – gerade am Anfang hilft wirklich alles, um die Zuschauerzahlen zu erhöhen.

Zur Inspiration – die Erfolgsstory von Casey Neistat

Damit Du jetzt noch ein bisschen Inspiration mit auf den Weg bekommst, erzählen wir Dir hier noch schnell ein bisschen was über einen der allerbekanntesten Vlogger – Casey Neistat. Mit mehr als 9 Millionen Abonnenten bei YouTube und mehr als 2 Milliarden Abrufen seiner rund 800 Videos steht Casey ganz oben auf der Liste der erfolgreichen Vlogger, die damit problemlos ausgezeichnet leben können. Alles in allem wird sein vermögen auf 10,5 Millionen Euro geschätzt, wobei dies natürlich nicht alles aus dem Vloggen selbst kommt. Aber damit hat alles angefangen und dann die anderen Einnahmequellen nach sich gezogen.

Bei YouTube ist Neistat seit 2010 aktiv und ist mittlerweile auch schon im Fernsehen aufgetreten.

2013 ist Casey mit Candice verheiratet und beide haben eine gemeinsame Tochter, die 2014 geboren wurde. Zu der Geburt gab es selbstverständlich ein Video mit dem passenden Titel „Her Water Broke“  auf YouTube

Sein Leben vor dem Vlogger Ruhm war übrigens alles andere als einfach und er musste als 15 jähriger die Trennung seiner Eltern miterleben. Im jungen Alter von 17 Jahren wurde er dann selbst Vater eines kleinen Jungen und lebte mit seiner Gefährtin und dem Kind in einer Wohnwagensiedlung. Über Wasser hielt er seine Familie mit Gelegenheitsjobs und mit Sozialhilfe. Der Slogan „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ trifft hier wirklich zu, denn auch als Tellerwäscher hat Casey in früheren Jahren gearbeitet.

Trotz aller finanzieller Beschränkungen kratzte Casey dann irgendwie alles Ersparte zusammen und schaffte sich einen alten iMac an, auf dem er Videos schneiden konnte. 2003 gelang ihm dann „iPod’s Dirty Secret“ der Durchbruch und er gewann Bekanntheit. Binnen einer Woche hatten über eine Million Menschen das Video, bei dem es darum ging, wie wenig kundenfreundlich Apple bei dem Austausch der iPod-Batterien vorging, gesehen.

Ein Jahr später kreierten Casey und sein Bruder Van eine eigenen Filmserie und 2008 konnten die beiden einen Deal mit HBO aushandeln. Im Jahr 2010 ging Casey mit seinem neuen YouTube Kanal an den Start

In seinen Kurzfilmen ist auch Frau Candice häufig zu sehen. In seinem Podcast, den er mit seiner Frau zusammen betreibt, diskutieren beide ganz offen in „Couple’s Therapy“ über ihr gemeinsames Familienleben.

Eine echte Erfolgsstory, die vielleicht auch Dich jetzt inspiriert. Bei Adfluencer.de, der deutschen Agentur für Influencer Marketing helfen wir Dir auf jedem Fall gerne dabei, Deinen Traum wahrzumachen!