Die Idee, Beauty oder Fashion Blogger zu werden, ist weiterhin sehr beliebt. Denn vor allem Frauen, die sich gerne Privat mit diesen Themen beschäftigen, würden gerne mit der Leidenschaft für Mode Geld verdienen. Einige denken dabei vielleicht nur an einen Zusatzverdienst oder sind vielleicht schon völlig zufrieden, Gratisprodukte von den Auftraggebern zu bekommen. Oft sind auch Reisekosten zu größeren Events durchaus drin und erfreuen die eifrigen Bloggerinnen. Andere möchten gerne einen Beruf daraus machen und mit saftigen Honoraren für ihre Mühen belohnt werden. Beides ist möglich, aber insbesondere letzteres ist kein einfaches Unterfangen.

Wir haben hier ein paar wichtige Aspekte beleuchtet und Tipps zusammengestellt, die Dir bei Deinem Werdegang als Fashion oder Beauty Bloggerin behilflich sein können.

Finde Deine Nische

 

Der Bereich Beauty und Fashion ist sicherlich einer der am meisten überlaufenen. Allerdings ist die Modebranche auch eine der lukrativsten und größten Branchen. Es ist also auch Platz für gute Blogger da. Wichtig ist, dass Du eine Nische findest, die vielleicht noch nicht so ausgelastet ist. Was Beauty angeht, kann man sich beispielsweise auf Frisuren und Pflege für lange Haare konzentrieren, oder Locken, oder Blonde Harare, etc. Wer besonders tolle Fingernägel oder ein Nagelstudio hat, kann vielleicht hier einen Schwerpunkt finden. Es gibt z.B. auch Tutorials für das Schminken für Menschen mit Vitiligo (Pigmentstörung in der Haut). Tutorials sind generell sehr beliebt, was Hautpflege und Make-Up angeht. Kurz, es gibt viele tolle Ideen, die man finden und umsetzen kann. In Sachen Mode kann man sich vielleicht auf Sondergrößen konzentrieren (groß, klein, besonders dünn, besonders füllig) fokussieren. Oder aber man bedient eine besonderes Alterssegment. Auch Modestile gibt es ja sehr viele, so dass man auch hier sehr spezifisch sein kann, z.B. Kawaii Stil und K-Pop Fashion, Kleidung für den Beruf, etc.

Wähle Deine Zielgruppe

Eng mit der Nische hängt natürlich auch die Wahl der Zielgruppe zusammen. Man muss sich unbedingt darüber klar sein, wen man mit den eigenen Bemühungen erreichen will. Entsprechend muss man dann auch über die verschiedenen Marken, Trend und Bedürfnisse der Zielgruppe Bescheid wissen. Ein Teenager trägt logischerweise andere Dinge und stellt andere Erwartungen an die Funktionalität und en Stil als eine Dame mittleren Alters. Hierbei spielt auch die Kaufkraft der Gruppe ein wichtige Rolle. Dabei muss man beileibe nicht immer auf das höchste Segment abzielen. So gibt es beispielsweise tolle und sehr erfolgreiche Blogs, die sich damit beschäftigen teure Designerklamotten mit wenig Geld nachzumachen. Gerade junge Leute – die einen sehr großen Teil des Marktes ausmachen – haben oft nicht viel Geld und sind dankbar für tolle Mode- und Schönheitstipps für wenig Geld.

Wer Frauen ab 30 als Zielgruppe hat, muss bei Beauty-Produkten unbedingt auch Anti-Aging Produkte mit berücksichtigen, während es bei Teenagern wohl eher Akne-Produkte sein dürften.

Neben der Produkt und Themenwahl ist auch der Schreibstil und das Layout sowie die Fotos an die Zielgruppe anzupassen. Während es für Teens und junge Leute ruhig etwas schrill und informell sein darf, sollte es bei älterem Publikum etwas seriöser und eleganter sein.

Gut Ding will Seile haben – Zeit und Engagement sind gefragt

Bloggen sieht auf den ersten Blick immer sehr glamourös und irgendwie leicht aus. Dies ist jedoch ein Trugschluss. Der Aufbau einer genügend großen Fangemeinde braucht Zeit und Geduld. Das recherchieren eines wirklich guten und hochwertigen Beitrags braucht Zeit, ebenso wie das gekonnte Schreiben des Artikels. Die Konkurrenz ist groß, und wenn die Follower merken, dass schluderig recherchiert und langweile geschrieben wird, gehen sie woanders hin.

Entsprechend musst Du gerade am Anfang davon ausgehen, dass Du nach Feierabend nach Vollzeitjob oder Studium oder  am Wochenende viele Extrastunden leisten musst, die am Anfang natürlich nicht bezahlt werden. Denn von heute auf morgen wird wirklich niemand hauptberuflicher Blogger

Unweigerlich kommt es dann ab und zu Frustration und Demotivation. Das ist völlig normal und sollte Dich nicht von der Verwirklichung Deines Traumes abhalten. Eine gute Option ist in diesen Momenten, ein paar gute Blogs zu lesen oder sonst wie nach Inspiration zu suchen.

Investieren nicht vergessen

Obwohl es generell ziemlich wenig zu investieren gibt, wenn man Blogger werden möchte, sollte man dennoch einige Dinge nicht vergessen. So sollte man eine wirklich gute Kamera besitzen, denn gute Bilder sind sehr wichtig. Viele Blogger arbeiten auch mit professionellen Fotografen zusammen. Am Anfang kann es auch eine gute, und vor allem preiswertere Lösung sein, mit Fotografie-Studenten zusammenzuarbeiten, deren Honorare deutlich preiswerter sind. In manchen Fällen reicht sogar die Erwähnung im Blog am Anfang aus, denn auch die Studenten möchten bekannt werden.

Auf jeden Fall müssen die Fotos gut und so professionell wie möglich gemacht werden – gerade im Beauty und Fashion Bereich. Stümperhafte Fotos voller Schlagschatten, schlecht ausgeleuchtet und schlecht komponiert sind ein Ärgernis und die Follower werden es übel nehmen.

Qualität, nicht Quantität

 

Auch beim Bloggen gilt, dass Qualität ganz klar vor Quantität stehen muss. Es ist wesentlich besser, einmal pro Woche einen wirklich gut recherchierten, liebevoll und pfiffig geschriebenen ausführlichen Artikel zu posten, als mehrmals pro Woche ein 08/15 Text zu veröffentlichen, der den Fans absolut keinen Mehrwert bringt.

Dies ist zum einen wichtig, um den eigenen Blog aufzubauen und möglichst viele und vor allem treue Anhänger zu finden, es ist aber auch sehr wichtig dafür, dass sich die Firmen für den eigenen Blog entscheiden. Denn eine gute Marke will nicht in Zusammenhang mit einem unprofessionellen und minderwertigen Blog gebracht werden.

Dennoch musst Du daran denken, dass ständig Content produziert werden muss. Zwischendurch kann das auch mal ein tolles Foto und ein Kommentar sein, oder eine Produktbesprechung.

Technische Aspekte

Natürlich dürfen auch die technischen Aspekte des Blogger-Lebens nicht vernachlässigt werden. Heutzutage gibt es gute Plattformen, wie beispielsweise Blogger.com oder WordPress.com. Sie sind einfach zu bedienen und erfordern keine allzu großen technischen Kenntnisse. Wichtig ist, dass man eine eigenen personalisierte Domain hat. Es ist ein ganz klarer Unterschied, wenn man beispielsweise www.beauty.com statt www.beauty.blogspot.com benutzt. Bei GoDaddy findet man zahlreiche in den meisten Fällen sehr preiswerte Domains.

Eine wichtige Möglichkeit für Blogger, Geld zu verdienen, ist Werbung. Und zwar ist hier die Rede von direkter Werbung, also nicht vom eigentlichen Influencer Marketing (siehe nächster Punkt) durch Produkt Placement oder Rezensionen, die von Formen mit Gratisprodukten, Reisekosten und natürlich auch Honoraren vergütet werden. Es gibt nämlich die Möglichkeit, im eigenen Blog Werbeflächen zu verkaufen. Hierzu sind Plattformen wie Passion Fruit Apps sehr nützlich. Ebenso kann man sich natürlich auch bei Google AdSense anmelden

Mit Marken zusammenarbeiten (Brand collaborating)

Für Influencer gibt es generell – und so natürlich auch im Beauty- und Fashion-Bereich -verschiedenen Möglichkeiten der Zusammenarbeit (Collab) mit Advertisern. Zum einen bekommt man relativ einfach Gratisprodukte und Proben zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen erwartet dann natürlich, dass diese Produkt verwendet, besprochen oder erwähnt wird, und zwar möglichst natürlich positiv. Hierbei kann übrigens eine ziemlich beachtlicher Produktwert erzielt werden, denn Designer Klamotten, edle Schuhe, schicke Handtaschen, teure Sonnenbrillen, hochwertige Kosmetika, Pflegeprodukte und ähnliches gehen schnell ins Geld. Ein großer Vorteil, Blogger zu sein, liegt ganz sicher in diesen angenehmen Gaben.

Zudem gibt es selbstverständlich auch Blogger, die als Markenbotschafter arbeiten und so ein festes und vor allem gutes Monatsgehalt einfahren können. Allerdings braucht man dafür eine etablierten Blog mit mehreren zehn- bis hunderttausenden Followern. Dies schaffen in der Regel besonders Prominente, die ohnehin bekannt sind.

Eine tolle Option sind auch Partnerprogramme (Affiliate Programme) Hier werden links in den Artikel eingebaut, die zur Verkaufsseite des Partners führen. Kommt es dann zu einem Verkauf, bekommt der Blogger eine Kommission (ein Prozentsatz des Verkaufswertes).

Was das Influencer Marketing angeht, so sind Agenturen, wie beispielsweise Adfluencer.de eine hervorragende Möglichkeit, mit Advertisern in Kontakt zu kommen und seinen Service als Influencer bekannt zu machen und Collabs zu erzielen.

Networking

Networking ist ein sehr wichtiger Aspekt. Man sollte unbedingt auf mehreren Kanälen tätig sein. Viele haben beispielsweise ein Webseite und zudem auch ein Facebook, Instagram und YouTube Konto.

Man sollte auch immer bei anderen Bloggern reinschauen, deren Posts kommentieren, mit diesen und deren Fans ins Gespräch kommen. So macht man sich bekannt und bleibt im Gespräch, findet neue Follower und kann sogar Kooperationen mit anderen Bloggern aufbauen. So sind Cross Promotionen beispielsweise eine tolle Sache. Ein Mode Blog kann durch aus mit einem Blog für Accessoires wie Schmuck, Sonnenbrillen, etc. oder mit einem Haarspezialist zusammenarbeiten und interessante Synergien erzeugen.

Auch bei Anbietern wie Adfluencer.de werden solche Zusammenarbeiten gefördert.

Und schließlich ist die Teilnahme an Blogger-Events ist auch eine großartige Möglichkeit, sich zu vernetzen.

Wir wünschen viel Spaß und Erfolg beim Aufbau Deines Beauty oder Fashion Blogs!