Influencer zu sein ist der Traum von vielen. Die Möglichkeiten sind vielseitig, sowohl was Themengebiete als auch Kollaborationsmöglichkeiten im mit Unternehmen angeht. Eine interessante und sehr kreative Option ist die Cosplay Nische. Hier erfährst Du mehr zum Thema und kannst sehen, ob Cosplay als Influencer Marketing Option in Frage kommt.

Erfolgreiche Social Media für Cosplayer

 

Bei Cosplay geht es selbstverständlich erstmal darum, Spaß zu haben. Cosplayer verkleiden sich und kreieren tolle Requisiten und Kostüme, einfach weil es ihre Leidenschaft ist. Allerdings liegt es dann natürlich auch irgendwie nahe, dass die wundervollen Resultate der Bemühungen dann auf Social Media gezeigt werden. Zunächst einfach aus stolz über die vollbrachte Leistung.

Und dafür bekommen dann die Cosplayer Likes und die Fotos und Beiträge werden geteilt. Auch wenn dies nicht der Selbstzweck ist, so ist es doch eine praktische Nebenwirkung, sozusagen. Je spektakulärer die Kostüme und die Auftritte, umso mehr Follower bringt das mit sich.

Da ist es nur natürlich, dass man daraus eine Einnahmequelle machen kann. Bei echten Cosplayern steht dies jedoch eher nicht im Vordergrund und es geht vor allem am Anfang eher darum, ein bisschen was mit dem Hobby zu verdienen, um die teuren Kostüme und die Besuche der einschlägigen Cosplay Events finanzieren zu können.

 

Auf diese organische Art und Weise hat sich also eine echte Erwerbsquelle gebildet – Influencer Marketing mit Cosplay.

Da beim Influencer marketing vor allem auch die Authentizität und die Glaubwürdigkeit wichtig ist, sollten sich hier wirklich Leute beschäftigen, für die Cosplay eine Leidenschaft ist, denn das merkt man den Posts einfach an.

Wenn Cosplay nur als Hobby betrieben wird, braucht man natürlich keine eigenen Facebook oder Web Seite.  Anders sieht das natürlich für selbständige Künstler, Profit Cosplayer, Requisitenhersteller, Fotografen, Maskenbildner und eben Influencer aus, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Hier ist die Bedeutung einer effektiven Social Media und Internet Präsenz ein wesentlicher Einflussfaktor für den Erfolg.

Allerdings bedarf es einigem Geschick, denn im Laufe der Jahre und mit jeden Tag neuen Künstlerseiten wurde es immer schwieriger, bemerkt zu werden. Facebook begrenzt künstlich die Reichweite von Fanseiten, um Werbegeld zu verdienen, Twitter ist für Künstler einfach nicht von großem Wert und Instagram funktioniert nur auf Mobilgeräten und verwandelt sich langsam in ein zweites Facebook.

Früher, als es nicht eine Million verschiedene Cosplay-Seiten gab, war es viel einfacher, gesehen zu werden und sogar viral zu werden. Unmöglich ist es aber natürlich nicht. Sehen wir uns einfach mal die wichtigsten Social Media Plattformen an.

Facebook

Eine sehr bekannte Cosplayerin, Svetlana von Kamui Cosplay, ist gutes Beispiel zur Veranschaulichung. Sie hat seit 2010 eine Facebook Fanpage (Kamui Cosplay), wo sie natürlich wie alle bei 0 Followern angefangen hat. In drei Jahren schaffte sie es auf 24.000 Likes für die Page (Januar 2013). Um diese Zeit begann sie mit dem Werkstoff Worbla zu arbeiten und schrieb auch ihre ersten Bücher. Nur etwas über ein Jahr später (August 2014) konnte sie erstaunliche 160.000 Likes vorweisen. Das sind ca. 140.000 mehr in nur einem Jahr. Zwei Jahre später (August 2016) ist sie bei 270.000 angelangt, ein weiteres Plus von 110.000 in zwei Jahren.

Das etwas langsamere Wachstum ist nicht unbedingt auf weniger Interesse potenzieller Follower zurückzuführen, sondern hängt laut Facebook damit zusammen, dass in dieser Zeit falsche und inaktive Konten gelöscht wurden. Diese ca. 30.000 Unlikes sind somit an sich eine gute Sache, denn die Qualität der Follower wird auf diese Weise erhöht.

 

Derzeit bekommt die Cosplayerin nach eignen Angaben im Durchschnitt dennoch für jeden Post nur eine Reichweite von 80.000, was also nicht einmal ein Drittel der Likes für die Seite ist. Dies kann entweder damit zusammenhängen, das es immer noch sehr viele Fake oder inaktive Accounts gibt, oder dass Facebook so versucht, mehr Geld zu bekommen, da die Nutzern vielleicht dazu bewegt wird, Werbung zu schalten.

Generell gilt, um Erfolg zu haben, dass man wirklich interessante Dinge zeigen muss, damit diese mit einem Like bedacht und hoffentlich auch geteilt werden. Wer nur das ein millionste Worbla-Tutorial macht, wird eher nicht beachtet.

YouTube

YouTube ist eine feine Sache, da die Leute nicht nur Fotos sehen, sondern den Cosplayer in Aktion bewundern können, bzw. das Gesicht und die Mimik und Gestik sehen können, die Stimme hören und die Kommunikation lebhafter und persönlicher ist.

Außerdem ist natürlich ein Erklärvideo wesentlich anschaulicher als ein geschriebenes und mit Fotos unterlegtes Tutorial, insbesondere wenn es um Make-Up oder das Herstellen von Requisiten geht.

Wichtig ist allerdings, dass das Video wirklich gut aufgenommen ist und so professionell wie möglich wirkt. Ungenügende Beleuchtung, schlechter Ton, langatmige Erklärungen, etc. sind ein Ärgernis und kommen schlecht an. Also lieber selten ein Video machen und Posten, dafür aber auf einwandfreie Qualität achten.

YouTube wird oft von Cosplayern etwas unterschätzt, was wirklich schade ist, da die Möglichkeiten gerade für Cosplayer mit ihrem kreativen Tun groß sind. Zurzeit ist auch TikTok sehr beliebt, die chinesische Videoplattform, mit der man wesentlich einfacher und schneller tolle Videos produzieren und sofort teilen kann. Sicherlich eine sehr interessante Option für Cosplayer, die sich an das größere Unterfangen YouTube Video nicht heranwagen wollen.

Instagram

Instagram ist derzeit, vor allem bei jungen Nutzern beliebter als Facebook. Meist sind bei Instagram die Beiträge kürzer und knackiger als bei Facebook

So ist es beispielsweise auch eine gute Idee, einfach ab und zu Fortschrittsbilder zu veröffentlichen, die den Werdegang des Kostüms miterleben lassen.

Zudem braucht man für eine erfolgreiche Karriere im Influencer Marketing generell möglichst viele Social Media Kanäle, also einen gesunden Mix. Deshalb sollte man generell Beiträge sowohl bei Facebook als auch bei Instagram (und natürlich anderswo) hochladen.

Bei Instagram ist die Verwendung von #hashtags sehr hilfreich, um auf dieser Plattform entdeckt zu werden. Denn wer nach einem Hashtag sucht, bekommt alle Trendbeiträge angezeigt, die ihn verwenden, aber auch jeder neue Beitrag! So wird man auch von denen gefunden, die derzeit dem eigenen Account noch nicht folgen.

Twitter

Twitter ist bei deutschen Cosplayern nicht unbedingt wahnsinnig beliebt. Allerdings kann man praktischerweise das Twitter Konto mit Facebook, Instagram und YouTube verknüpfen, sodass Beiträge automatisch geteilt werden. So berichtet Svetlana von Kamui Cosplay, dass das im Jahr 2010 erstellte Konto rund 3.000 Beiträge und 24.000 Follower habe. Nicht schlecht für einen toten Account, aber natürlich längst nicht so nützlich wie andere Aktivitäten in Social Media – aber Kleinvieh macht halt doch auch Mist.

Eigene Webseite

Empfehlenswert ist auch eine eigenen Webseite. Denn diese dient zum einen als Hub für alle Social Media-Konten. Hier kann man einen ausführlichen Blog führen, eBooks anbieten (gratis oder gegen Entgelt), Video Tutorials anbieten, u.v.m.

Natürlich ist hier wichtig, dass man die Seite regelmäßig aktualisiert und neuen Content anbietet. Mit etwas Arbeit bekommt man hier durchaus anständige Besucherzahlen.

Eine Website ist auch deshalb viel Wert, weil die hier veröffentlichten Beitrag nicht einfach verschwunden, wie dies im Prinzip bei Sozialen Netzwerken der Fall ist. Denn die Posts gehen oft im Gewühl andere Posts unter. Einmal gesehen, werden sie gar nicht mehr angezeigt und müssen gesucht werden, was die meisten Menschen natürlich nicht machen.

Alle diese Beiträge nicht von Google gefunden werden, und das ist eine große Enttäuschung. Wenn Ihre Follower Ihren Beitrag nicht sehen, wenn sie erscheinen, werden sie ihn wahrscheinlich auch später nicht sehen. Eine Website kann jedoch auf viele verschiedene Arten gefunden werden: Schlüsselwörter, Meta-Tags, Links, Bildsuche und mehr. Sie bietet die Möglichkeit, von vielen neuen Leuten entdeckt zu werden.

Jetzt wissen die meisten von Ihnen sicherlich nichts über HTML-Programmierung, wie man eine Domain im Allgemeinen einrichtet oder haben nicht einmal einen Freund, der Ihnen helfen könnte. Mit WordPress kann man jedoch ziemlich problemlos alles selbst einrichten. Neben WordPress gibt es noch viele weitere Dienste, mit denen man eine fantastische Website ohne HTML-Kenntnisse erstellen kann.

Wie kann ich also eine gute Anhängerschaft aufbauen?

Im Prinzip kommt es schlicht und ergreifend auf zwei Dinge an: Geduld und harte Arbeit. Denn wie Dur wahrscheinlich beim Lesen bis zu diesem Zeitpunkt schon selbst festgestellt hast, es sind einige Plattformen, die täglich mit Inhalten zu füllen sind. Irgendwie ist nie Schluss und auch am Wochenende werden Inhalte erstellt und gepostet. Der große Vorteil ist jedoch, dass man etwas macht, was einem wirklich Spaß macht, und zwar für sich selbst und nicht für einen Chef oder eine Firma.

Die Arbeit ist besonders am Anfang hart, wenn man noch gar kein Like hat, oder nur sehr wenige. Der große Vorteil ist jedoch, dass das Ganze ein Schneeball Prinzip ist. Man fängt klein an und bei guter Arbeit kommt es zu einem Schwung und einer regelrechten Eigendynamik. Denn jeder einmal geteilte Post erreicht ja dadurch gleich mehrere hundert andere Nutzer, wenn davon dann auch wieder welche den Pst teilen kommt es schnell zu einer regelrechten Lawine. Einmal in Schwung gekommen ist man also schnell auf dem aufsteigenden Ast.

Das Erfolgsrezept ist somit, stets guten Content, saubere Fotos, interessante Informationen zu produzieren und diese regelmäßig zu veröffentlichen. Dies sollte auf mehreren Social Media Kanälen gleichzeitig geschehen.

Achte auch auf die Uhrzeit Deiner Posts. Generell ist es besser morgens oder abends zu posten, wenn die Leute nicht bei der Arbeit sind und sich aller Wahrscheinlichkeit eher in sozialen Netzwerken rumtrieben.

Ab einem gewissen Zeitpunkt ist es auch sinnvoll, mit Fotografen zusammenzuarbeiten. Denn so bekommt man tolle Fotos, die professionell aufgenommen sind und einfach einen tollen Eindruck machen. Gerade bei Cosplay sind Selfies ohnehin kaum sinnvoll, denn man will ja nicht nur das Gesicht zeigen (es sei denn es geht um ein Make-Up Tutorial), sondern das komplette Outfit. Cosplay ist nicht nur simples Verkleiden, sondern der Charakter soll nachempfunden und nachgespielt werden. Dies bedeutet in der Praxis, dass markante Posen, Kampfhaltungen und ähnliches eingenommen werden sollen. Die kann man ja nun schlecht als Selfie ablichten. Deshalb muss das Foto von einer anderen Person gemacht werden . im Idealfall von einem Fotografen. Eine gute Idee kann auch sein, mit Fotografie Studenten zusammenzuarbeiten, die sind entweder deutlich günstiger, oder sind sogar mit einer Erwähnung zufrieden, denn auch die hoffnungsvollen Jungfotografen möchten sich ja einen Namen machen und bekannt werden.

Abschließende Gedanken

Um ein wirklich guter Influencer – egal in welchem Gebiet – zu sein muss man sich vor allem selbst treu bleiben und glaubhaft sein. Eine Menge ist also durchaus auch Gefühlssache und es ist wichtig, dass Du Dich wohl fühlst.

Wenn Du als Influencer erfolgreich sein möchtest, musst Du allerdings schon Zeit und Energie und auch ein bisschen Geld investieren (vor allem in Equipment, Web Domain und eventuell in etwas professionelle Hilfe bei einigen Aspekten).

Neben Deinen eigenen Bemühen um Follower musst Du Dich natürlich auch noch darum kümmern Unternehmen zu finden, die Dich für Deine Mühen entlohnen möchten und Dich als Influencer beauftragen ihre Produkte oder Dienstleistungen zu vermarkten. Hier ist die Hilfe einer guten Agentur, wie z.B. Adfluencer.de Gold Wert. Denn hier kommst Du mit Advertisern in Kontakt und bekommst wertvolle Informationen und Tipps, wie Du Dir einen Namen machen kannst.