TikTok ist in aller Munde – derzeit mehr denn je. Die chinesische App wächst stetig und immer mehr Menschen produzieren kreative Videos auf der pfiffigen Video Plattform. Für viele Menschen sind es vor allem "peinliche Lipsync-Videos", für die chinesische Plattform am besten bekannt ist. Ihnen bleibt der Reiz und die große Beliebtheit der App zunächst etwas unverständlich. Dies ist nicht ganz gerechtfertigt, denn die App hat viele verschiedenen Videoformate und die Lippen Synchronisation und die Tanzdarbietungen sind sicherlich nur ein Teil des Spektrums. Und trotz dieser Skepsis lässt sich die Bedeutung der App im Gefüge der sozialen Medien einfach nicht mehr bestreiten. Hier erfährst Du mehr über die App selbst und vor allem natürlich die attraktiven Möglichkeiten, die diese für das Influencer Marketing bietet.

Was genau ist eigentlich TikTok?

  Obwohl TikTok gerade einen Boom erlebt und deshalb erste jetzt für viele präsent geworden ist, handelt es sich bei dieser Videoplattform keinesfalls um eine brandneue App. Bytedance, die Firma hinter TikTok, startete nämlich bereits 2016 eine Lipsync-App unter dem Namen "Douyin" in China. Ein Jahr später, genauer gesagt 2017, kaufte das Unternehmen die ebenfalls chinesische App Musical.ly, samt ihrer 90 Millionen registrierter User. Im darauffolgenden Jahr fusionierten Musical.ly und TikTok zu einer einzigen App unter dem eingängigen Namen TikTok. Derzeit besitzt die erfolgreiche App rund 500 Millionen User aus 150 Ländern. Im Februar 2019 durchbrach die chinesische App die Milliarden-Download-Marke. Von diesen Downloads wurden 2018 663 Millionen durchgeführt. Ganz schön beachtlich, vor allem, wenn man dies mit den Downloadzahlen von Facebook (711 Millionen) und Instagram (444 Millionen) vergleicht. Die Marketing Strategie und der besondere Aufbau der App scheinen ein gut funktionierendes Erfolgsrezept zu sein. Der Aufbau fördert die Entwicklung von Trends und Challenges, die gerade junge Leute magnetisch anziehen. Die Videos haben eine Länge von 10 bis 60 Sekunden und werden üblicherweise einfach "Tiktoks" genannt. Sie sind längst nicht mehr nur auf der Plattform selbst zu finden, sondern werden mit großer Begeisterung und Eifer über Twitter, Instagram und Facebook geteilt.

Kreative Produktion im Fokus

  Das Besondere an TikTok sind sicherlich die zahlreichen Bearbeitungsmöglichkeiten. Diese machen  das Produzieren und spätere Teilen von pfiffigen, kreativen und unterhaltenden Kurzvideos unkompliziert und agil. Obwohl die Tools erstaunlich simpel sind, fördern sie die Kreativität und es entstehen andauernd neue Trends, neue Challenges und neue Memes. Durch die einfache und unkomplizierte Form des Teilens über die Plattform selbst und über andere Social Media Kanäle verbreiten sich die TikToks dann wie ein Lauffeuer. Das Besondere ist der Aufbau, der die Plattform von anderen Social Media klar behebt. Bereits beim Öffnen der App wird sofort klar, dass sich alles um Videos dreht. Denn die Videos sind bei TikTok auf dem kompletten Bildschirm in Hochformat zu sehen und nicht wie beispielsweise bei Instagram oder Facebook in ein quadratisches Format gepresst zwischen Überschrift, Username und Kommentare. Die Videobeschriftungen sowie Navegationsleiste werden über das Video eingeblendet. Es stehen also von Anfang an die Inhalte der App im Mittelpunkt. Ein weiteres markantes Merkmal ist, dass man keine Anmeldung benötigt, um auf der App browsen zu können. Man kann sich alles einfach so anschauen. Möchte man allerdings einem speziellen Account folgen und TikToks speichern, dann muss man ein Konto eröffnen. Dabei wird einfach nach einem Email oder dem Google-Account gefragt. Einfacher geht es wirklich nicht. Der Feed von TikTok ist ebenfalls sehr einfach gehalten und besteht aus einer simplen, vertikalen Wischgalerie. Diese steht in zwei Versionen zur Verfügung: "Für Dich" und "Folge ich". Im "Für dich"-Feed bekommt man Inhalte unterschiedlichster Nutzer zu sehen, die durch einen Algorithmus ausgewählt werden. Hierbei ist ein wichtiger Faktor beispielsweise die Lokalität, man bekommt also viel weniger Internationales als beispielsweise bei Instagram. Im "Folge ich"-Feed bekommt man dann die neuesten Beiträge der Accounts, denen man folgt, also gewissermaßen abonniert hat. Diese Wischgalerie hat durchaus ein ziemliches Suchtpotenzial. Der Benutzer bekommt eine schier endlose Anzahl an lustigen und unterhaltsamen Videoschnipseln und muss nicht wie beispielsweise in Facebook elenlange Artikel lesen oder sich Unmassen Urlaubsbilder von Freuden ansehen. Findet man ein Video langweilig, wischt man einfach schnell weiter. Der Algorithmus der App ermöglicht, dass jedes Video, unabhängig von der Beliebtheit und Followerzahl des Posters, ein echter Hit werden kann.

Integrierte und kreative Video-Produktion

  Ein riesiger Pluspunkt der App ist ganz sicher, dass die Videos in der Zapp selbst bearbeitet werden können. Bei YouTube werden die Videos beispielsweise aufwändig auf dem Computer bearbeitet und dann erst hochgeladen. TikTok integriert die Content-Produktion als festen Bestandteil der App und bietet dabei zahlreiche attraktive Bearbeitungstools an. Sehr beliebt ist die Funktion des Lipsync, denn schließlich hatte TikTok ja seinen Ursprung genau in diesem Bereich. Der Nutzer kann dabei einen Musikschnipsel aus der Datenbank der App auswählen, ohne diesen vorher erst mühselig zu importieren. Die Audiospur kann dann während des Aufnehmens gehört werden um die Lippenbewegung und gerne auch pfiffige Tanzbewegungen synchron zu filmen. Das Video muss auch nicht umständlich geschnitten und nachbearbeitet werden, denn der Nutzer kann einfach Abschnitt für Abschnitt filmen, um so mit Jumpcuts humorvolle Akzente zu setze. Zudem gibt es verschiedene Schnelligkeitsstufen und spezielle Effekte, wie AR-Filter und Distorsion. Und natürlich kann man auch lustige Skits und Szenen mit Audiospuren aus bekannten Filmszenen unterlegen. Auf jeden Fall liegt die Würze in der Kürze und die Videos sollten wirklich kurz sein. Ohnehin geht es nicht länger als 60 Sekunden.

Rasende Entwicklung von Trends und "Challenges"

  Die Auswahl an attraktiven Bearbeitungsmöglichkeiten direkt auf der App fördert natürlich die Kreativität und jeden Tag entstehen neue Trends, Witze und vor allem auch Challenges (Hashtags). Diese sind keine Mutproben, sondern typischerweise ein bestimmtes Format, welches nachgemacht werden soll. Ein gutes Beispiel ist die "Dancing Cloths Challenge", bei der TikTok-Nutzer Kleidung am Boden tanzen lassen sollen. Auf der Gamescom gab es auch ein Cosplay Challenge von der Chip-Redaktion. Beliebt ist auch die Duett Funktion, bei der zwei Videos nebeneinandergestellt werden könne. Dies wird oft als „Antwort“ auf das Video eines anderen Nutzers verwendet und ist sehr unterhaltsam.

TikTok derzeit noch nicht von Marken und Content-Marketing überschwemmt

Bislang ist TikTok im Gegensatz zu Instagram, Twitter und Facebook noch nicht von Influencern, berühmten Schauspielern und Marken überschwemmt. So findet man hauptsächlich Videos von "normalen" Nutzern, und ein paar beliebten "TikTokern", die Momente aus ihrem Alltag teilen und nicht versuchen, sich selber als Marke zu präsentieren. Dies bietet also derzeit eine tolle und innovative Möglichkeit, TikTok für die Werbung zu erschließen. Denn immerhin hat TikTok 500 Millionen Nutzer. So sind z.B. Fußballclubs wie FC Bayern München und FC Barcelona bereits auf TikTok präsent. Auch bekannte Namen wie Netflix, BuzzFeed, und Playstation haben kürzlich begonnen, Accounts auf TikTok zu eröffnen.

Werbeangebot "Hashtag-Challenges"

Eine attraktive Option sind ganz sicher die Challenges und die "Trendfähigkeit" der Seite, um mit Inhalten Werbung zu kreieren. Durch die "Hashtag Challenges" bietet TikTok den Kunden am, die Nutzer durch Sticker und Filter anzuregen, Inhalte zu posten, die mit einem bestimmten Produkt in Verbindung stehen. Dies erhöht ganz zweifellos die Bekanntheit für ein Produkt oder eine Marke. Ein sehr gutes und anschauliches Beispiel für eine solche Werbekampagne ist die von "Guess" inszenierte Kampagne, welche die erste Partnerschaft dieser Art für TikTok in den USA war. Nutzer wurden aufgefordert, sich selber in Jeans zu filmen und dabei das #InMyDenim Hashtag zu benutzen. Innovativ war auch die aktuelle Kampagne "Clean Snap Challenge" von TikTok in Kooperation mit der Organisation Wings of the Ocean. Hierbei sollte ein verschmutzter und zugemüllten Ort gefilmt und dann geschnippt  werden. Durch einen Jumpcut sollte dann der verdreckte in einen sauberen Ort verwandelt werden.

Fazit TikTok für Social Media Marketing

TikTok ist wunderbar kreativ und unterhaltsam. Zudem ist die Videoplattform sehr einfach zu nutzen und vielseitig verwendbar. Für Online Marketing bietet sich TikTok durch seine Trendfähigkeit und die sehr beliebten Challenges (Hashtags) an. Da TikTok relatives Marketing Neuland ist, kann die Plattform sehr innovativ in das Online Marketing Konzept integriert werden und ist sicherlich eine sehr interessante Option. Wir bei Adfluencer.de wissen, wie die Videoplattform geschickt in die Online Marketing Strategie eingebunden werden kann und helfen Dir gerne!

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